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Marketing und Sport

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Der Projektkurs Sozialwissenschaften des Don-Bosco-Gymnasiums lädt zu seinen Themenfeldern immer wieder Experten aus Wirtschaftsunternehmen ein. Dass der Bereich des Sports und insbesondere der Fußball schon lange ein ganz wichtiger Wirtschaftsfaktor ist, wurde beim Besuch von Dr. Michael Welling, Geschäftsführender Vorsitzender von Rot-Weiss Essen, deutlich. Der promovierte Ökonom ist gleichzeitig Professor für Sport- und Eventmanagement an der Fachhochschule Iserlohn und kam so als ausgewiesener Fachmann für das Thema Marketing an die Theodor-Hartz-Straße.

Zu Beginn schilderte er kurz seinen sportlichen und beruflichen Werdegang. Dass sein Herz rot-weiss schlägt und er den Namen des in einer großen weißen Turnhalle spielenden Vereins im Norden unserer Heimatstadt nach Möglichkeit vermeidet, machte er schon in dieser Aufwärmphase deutlich. Dann begann das eigentliche Spiel mit einer klaren Strategie. Michael Welling holte die Schüler bei ihren Interessen ab und band sie immer wieder ein. „Was möchten Sie heute über Marketing lernen?“, lautete seine Eingangsfrage. Schnell kamen sechs Leitfragen zusammen, die nach einer kurzen allgemeinen Einführung zum Marketing gleichsam den roten Faden seines Spielplans bildeten. An ganz alltäglichen Beispielen wurde deutlich, dass Marketing keineswegs nur Werbung, sondern vielmehr das aktive Gestalten von Tauschbeziehungen und insgesamt eine Unternehmensführungsphilosphie ist.

 

Selbst ein traditionelles Weltunternehmen wie Coca Cola benötigt daher auch heute noch Marketing. Der Bereich Promotion ist dabei nur eine der klassischen vier Säulen (Marketing-Mix) Product, Price, Promotion, Place. Bei der Säule Promotion kam die Frage auf, wie weit Werbung gehen darf. Der RWE-Vereinschef führte aus, dass man dies juristisch unter dem Aspekt der vergleichenden Werbung, aber auch unter ethischen Fragestellungen betrachten kann. Damit sprach er zugleich einen wichtigen Baustein des Projektkurses an, der sich mit Wirtschaftsethik beschäftigt. Am Beispiel von RWE machte Michael Welling dann auch noch die Verknüpfung von Marketing und Sport sehr anschaulich.

Obwohl die Spielzeit mit 135 Minuten (ohne Pause) ein Fußballspiel mit Verlängerung deutlich überstieg, verging die Zeit wie im Flug. Und in der Nachspielzeit stand Michael Welling noch für individuelle Fragen zur Verfügung. Ein kurzweiliges Spiel am Freitagnachmittag. Die Zusammenarbeit soll im nächsten Frühjahr mit dem neuen Projektkurs Sozialwissenschaften noch erweitert werden.

Scr

Zuletzt geändert am: 12.12.2015 um 22:48

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