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Ein Jahr in Israel

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Liebe Schulgemeinde,

mein Name ist Julian Schuhmann, ich bin 18 Jahre alt und habe im vergangenen Frühjahr das Abitur an unserer Schule absolviert. Im Anschluss an meine aktive Schulzeit bin ich am 01.September 2014 nach Israel ausgereist, um hier einen Freiwilligen Friedensdienst (FFD) zu leisten, um neue Menschen und eine neue Kultur kennenzulernen und um auf einem für mich persönlich völlig neuen Aufgabengebiet zu arbeiten. Im Folgenden möchte ich Ihnen und Euch gerne ein wenig über mein Jahr hier berichten.

Schon früh stand für mich fest, dass ich nach bestandenem Abitur ein freiwilliges Jahr ableisten möchte, um Menschen zu unterstützen, um sinnvoll auf einem mir wichtigen Gebiet zu arbeiten, aber auch um mal vom gewohnten Alltag und Lernen etwas Abstand zu gewinnen…

Ein anderer Gedanke, den ich hatte, war der Wunsch, einmal in einer völlig anderen Kultur zu leben. Ich wollte ein Land erkunden, abseits vom Tourismus, den Alltag der dort lebenden Menschen kennenlernen und ein Teil davon werden. Diese beiden Gedanken praktisch zu verbinden, das war das Ziel.

Nach verschiedenen Bewerbungen, einem Orientierungstag und einem Auswahlwochenende erreichte mich dann Anfang März der Anruf, auf den ich gehofft hatte, und so bekam ich von der Evangelischen Kirche im Rheinland (EKiR) eine Stelle in Israel angeboten, die ich sehr gerne annahm.

Ich bin nun also am 01.September ins Heilige Land gereist, um einen Friedensdienst zu leisten. Meine Projektstelle liegt in einem Vorort von Tel Aviv, Ramat HaSharon, und betreue erwachsene Menschen mit Autismus in einem Wohnheim. Den Alltag mit den Friends (so werden die Bewohner hier genannt) zu gestalten und auf die speziellen Bedürfnisse einzugehen, sind zwei Grundgedanken meiner Arbeit.

Eine 4er-WG ist in diesem Jahr mein Zuhause und schon die ersten Wochen haben uns vieles gezeigt: Das Zusammenleben ist extrem bereichernd, aber Selbstständigkeit kommt nicht auf Knopfdruck. Oft merke ich das, wenn ich nach acht Stunden von der Arbeit komme und dann noch der Haushalt gemacht werden muss, damit am nächsten Morgen auch wieder etwas im Kühlschrank steht oder saubere Wäsche vorhanden ist... :-)

Das Reisen kommt natürlich auch nicht zu kurz, und besonders hier zahlt es sich aus, dass Israel ein relativ kleines Land ist. Die Hitze machte mir am Anfang ein bisschen zu schaffen, aber daran habe ich mich jetzt auch gewöhnt. Und notfalls gibt es ja immer noch das Meer, das das gesamte Jahr über zum Schwimmen einlädt.

Ich hoffe, Sie und Euch ein wenig neugierig gemacht zu haben für meinen Freiwilligen Friedensdienst im gelobten Land. Viel mehr über meine Arbeit, die Unterbringung, das wundervolle Reisen und meine Motivation findet sich auf meiner Internetseite, die ich für dieses Jahr eingerichtet habe. Dort befindet sich auch der Blog: http://twelvemonthsinisrael.jimdo.com/

Zum Abschluss sende ich Ihnen und Euch herzliche Grüße aus Israel und hoffe, dass mein technisches Umfeld – besonders das Internet und mein PC – nicht noch einmal derartig ausfällt, so dass ich mich recht bald wieder melden kann.

Herzliche Grüße nach Borbeck und viel Spaß beim Erkunden.

Julian Schuhmann

Zuletzt geändert am: 16.06.2015 um 20:57

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