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Geklaute Vergangenheit

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Geklaute Vergangenheit – Querdenker und unsere Geschichte

Eine Unterrichtsreihe im Zusatzkurs Geschichte (Q2)

Das in der Überschrift formulierte Unterrichtsvorhaben ergab sich eigentlich recht zufällig. Die Bundesregierung hatte in drei Werbespots rund um den Volkstrauertag im November 2020 darum geworben, zu Beginn der zweiten Corona-Welle „allen Mut zusammenzufassen und faul wie die Waschbären einfach mal nichts zu tun und das Sofa als Kampffront" anzusehen. Analogien zu den Weltkriegen waren bewusst gewählt und standen dann auch in der öffentlichen und fachwissenschaftlichen Kritik.

Das angeführte Zitat war aber letztlich nur eine von vielen historischen Analogien, deren sich Spots und Demonstranten für ihre Botschaften zum Thema Corona bedienten.
Schülerinnen und Schüler des Zusatzkurses Geschichte machten auf weitere Videos im Internet aufmerksam, in denen sich zum Beispiel ein 11jähriges Kind und eine junge 21jährige Erwachsene mit Anne Frank und Sophie Scholl im Rahmen von Querdenker-Demonstrationen verglichen, gelbe "Impfsterne, die den "Judensternen" gleichen, auf solchen Demos getragen werden oder das Pandemiegesetz mit dem Ermächtigungsgesetz gleichgesetzt wird.
Und so machte sich der Kurs auf den Weg, mit Querdenkern –Vor-"Urteilen" aufzuräumen und die eigentlichen geschichtlichen Hintergründe aufzuspüren.

Eine die Unterrichtsreihe abschließende Aufgabe bestand darin, der 11jährigen Influenzerin und ihren Eltern mit einem Brief zu antworten und ihnen Sachinformationen zum Schicksal von Anne Frank zu geben. Eine wichtige Quelle war dafür die Internetseite www.annefrank.org des gleichnamigen Amsterdamer Museums.

Hier der dreiseitige Brief einer Kursteilnehmerin, der auch die jetzige Situation von Jugendlichen in Zeiten der Pandemie deutlich macht, aber ebenso klar zum Ausdruck bringt, dass diese in keinster Weise mit der Situation von damals zu vergleichen ist.



Zuletzt geändert am: 08.04.2021 um 15:54

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