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Entschleunigung als pädagogisches Konzept

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"Unsere Jugendlichen müssen auch einmal zur Ruhe kommen; Neues muss sich setzen können." Den eigenen Ruhestand in Sichtweite, hatte Ralf Niemczyk vor einiger Zeit im Rahmen des Projekts Campus 2030 seine Stimme nochmals deutlich für Entschleunigung erhoben. Diese Ruhe, die keine Leere ist, strahlte er selbst wie kein anderer im Kollegium aus: Meditierend über eine Lektüre, eine Tasse Kaffee in der Hand, blieb der beliebte Oberstudienrat auch im größten Trubel immer ausgeglichen.

Seit seinem Start am Don-Bosco-Gymnasium im Jahr 1991 prägte Ralf Niemczyk die Arbeit seiner Fachgruppen Sozialwissenschaften und Katholische Religionslehre. Er war es, der den ersten Sowi-Leistungskurs unterrichtete, er initiierte die Straßburgfahrt, holte den Initiativkreis Ruhr und Die Zeit ans DBG, brachte das bei Schülern wie Lehrern gleichermaßen beliebte Einführungsseminar der Jahrgangsstufe EF auf den Weg, bereitete Schulgottesdienste vor und engagierte sich für die Tage religiöser Orientierung in der Q2. Neben der Wissensvermittlung lagen ihm die Persönlichkeitsentwicklung seiner Schülerinnen und Schüler am Herzen, die Erziehung zu kritischem Denken und die Demokratieförderung.
 
Anerkennung für seine Leistungen, die ihn - wie er mit einem Augenzwinkern anmerkte - in knapp 35 Berufsjahren 10kg Körpergewicht und 2cm Körpergröße kosteten, forderte Ralf Niemczyk in seiner ihm eigenen Bescheidenheit derweil niemals ein. So bedankte er sich in seiner Abschiedsansprache dann auch beim Kollegium und bei Jens Bette als seinem fünften Schulleiter dafür, neuen Ideen und Konzepten stets aufgeschlossen und fördernd begegnet zu sein.
 
Wir, die Schulgemeinschaft des Don-Bosco-Gymnasiums, danken Herrn Ralf Niemczyk für sein berufliches Lebenswerk. An kreativen Ideen für den Ruhestand, da sind wir uns sicher, wird es ihm niemals mangeln. (Text: SuoC, Foto: GruS)

 

Zuletzt geändert am: 17.08.2026 um 12:39

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