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Über Kohle und Kumpel |
Über Kohle und Kumpel
AG Geschichte auf Zeche Zollverein
Die 3. Exkursion in diesem Schuljahr führte die AG Geschichte an einen Ort, der wie kein zweiter die Geschichte des Ruhrgebietes verkörpert: Auf Zeche Zollverein lernte die Gruppe bei einer sehr anschaulichen Führung die Übertageanlagen von Zollverein Schacht XII und die Produktionsabläufe der einst größten und leistungsstärksten Steinkohlenzeche der Welt kennen.
Hier wurden einst bis zu 12.000 Tonnen Kohle am Tag gefördert, aufbereitet und schließlich zu Koks veredelt und das in Fließbandarbeit. Mittels einer digitalen Präsentation wurde aufgezeigt wie 24 Loren, sog. Schienentransportfahrzeuge, stellenweise mit einem Transportgewicht von 1,6 Tonnen beladen, anhand eines ausgeklügelten Seilzugsystems aus der Tiefe in rasender Geschwindigkeit aus der Tiefe des Schachtes gleichzeitig nach oben befördert wurden. Dort warteten schon die Bergleute, um die Loren von der sog. für die Kohle nicht verwendbaren Berge zu befreien und wehe, es waren 10% Berge darunter, gab es für dieses Transportfahrzeug keinen Lohn.


Besonderen Eindruck hinterließ auch die Einspielung des Geräuschpegels in der original erhaltenen Industriehalle, wo gigantische Maschinen, Transportbänder und Förderwagen dafür sorgten, dass die Bergleute in zunehmenden Maße schwerhöriger wurden und ihre private Umgebung sich darüber wunderte, in welcher Lautstärke man miteinander sprechen musste. Einen Einblick in die Arbeitswelt vermittelten auch die ausgestellten Objekte von der Spitzhacke bis zum Presslufthammer zum Abbau der Kohle unter schwierigsten Bedingungen, konnten die Schüler diese Werkzeuge doch kaum heben.
Für Überraschung sorgte der Beruf des „Kübelmajors“ unter Tage, der sich um die natürlichen „Toilettenbedürfnisse“ der Bergleute kümmerte und für die Reinigung dieses Kübels zuständig war. Gerade diese Arbeitswelt der Bergleute, so war sich die Gruppe einig, sollte noch mit einer weiteren Führung gekoppelt werden, um die Untertagewelt auf Zollverein Schacht XII zu erleben, was seit dem 25. März 2024 möglich ist. Wir kommen also wieder, zunächst geht es aber noch im November im Rahmen der 4. Exkursion zur ältesten Arbeitersiedlung des Ruhrgebietes, der unter Denkmalschutz stehenden Arbeiterkolonie Eisenheim in Oberhausen.
Achim Ludwig
Zuletzt geändert am: 03.11.2024 um 14:10
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