Currently: 5 users online.
Mail

Neuigkeiten

Elf Nationen im Geiste Don-Boscos

XII. Internationale Sportspiele in Krakau/Polen

Wir sind alle Menschen

Religionskurs 11 besucht Friedensdorf Oberhausen

Paris 2012

LETZTE INFOS

Englisch Wettbewerb Mittelstufe

The Big Challenge

Besinnungstage

DBG-Schüler besuchen Krakau und Auschwitz

Osterausgabe des Schulfensters ist online

Nachrichten aus dem DBG

Grenoble - Essen

Ein toller Austausch ging am Freitag - für dieses Schuljahr  - zu Ende

Doppelsieg für 5a und 6c bei der Don-Bosco-Olympiade

Sieger der Sonderaufgabe des Spiel ohne Grenzen ist die 6b

Heureka-Wettbewerb 2012

Teilnehmer der Klassenstufen 5-6 treffen sich Freitag im Theatersaal

Kapellen Lotsen gesucht!

Die Hauskapelle ist ab sofort wieder geöffnet

 

You are here: Schülerseiten

Langzeitmessung der Nullrate der radioaktiven Strahlung am DBG

In Folge der Ereignisse nach dem verheerenden Erdbeben in Japan am Fr, 11. 3. 2011, das auch zu schwer­sten Schäden mit Freisetzung von Radioaktivität beim Kern­kraftwerk Fukushima Daiichi ge­führt hat, wollten wir, das ist der Physik Grundkurs ph3 aus der JgSt. 12,  gerne wissen, ob man Aus­wir­kungen davon auch bei uns in Essen nach­weisen kann. So ist der Gedanke ent­standen, die sogenannte Nullrate der radioaktiven Strahlung über einen län­ge­ren Zeitraum regelmäßig zu messen, um Veränderungen dieses Kennwertes fest­stel­len zu können. Nach den Erfahrungen der Physiklehrer liegt die Nullrate am Don Bos­co-Gymna­si­um seit langen Jahren im Bereich von 20 Imp./Minute. Als Nullrate bezeich­net man die gemessene Aktivität aufgrund der örtlich stark schwankenden terrestri­schen Strah­lung, der aus dem Weltall stammenden kosmischen Strahlung, sowie son­stiger Strah­len­quellen. Die Aktivität wird in der Maßeinheit 1 Bequerel gemes­sen. (1 Bq = 1 Imp./s) Dabei muss berücksichtigt werden, dass mit der von uns ver­wen­de­ten Mess­technik ledig­lich α- und β-Strahlung erfasst werden kann, nicht je­doch der ge­nauso bedeutsame Anteil der γ-Strahlung. Außerdem ist zu berück­sich­ti­gen, dass wir nur eine Messung der Aktivität, d. h. der Zahl der radioaktiven Zer­fäl­le je Zeit­ein­heit vornehmen können. Diese ist wenig aussagefähig im Hinblick auf eine mög­li­che Gefährdung von Menschen. Dazu müsste man die sogenannte Do­sis­leistung oder die Äquivalentdosisleistung be­stim­men, die angibt, welche Energiemenge pro Kilogramm Kör­per­masse und Zeit­ein­heit in Folge der Strahlung eines bestimmten radioaktiven Nuklids absorbiert wird. Do­sis­leistung und Äquivalentdosisleistung werden in der Einheit Sievert pro Stunde gemessen. (1 Sv/h = 1 J/(kg*h)) Eine Do­sis­leistung von 1 Sv/h stellt bereits eine außergewöhnlich ho­he Strahlen­ex­po­si­tion dar. Deshalb wird die Dosisleistung häufig in Millisievert/Jahr angegeben. (1mSv = 0,001 Sv) Man rechnet für die Summe aller natürlichen Strah­len­quellen in der Bun­des­republik mit einer mittleren Dosisleistung von etwa 2,1 mSv/Jahr. Hinzu kom­men ca. 1,8 mSv/Jahr aus künstlichen Quellen, insbesondere durch medizini­sche Un­tersuchungen. Eine Dosisleistung von mehr als 100 mSv/Jahr gilt als Grenze, ab der mit einer signifikant zunehmenden Zahl von Erkran­kun­gen zu rechnen ist. Al­lerdings kann man unter Umständen schon durch eine einzige Röntgenaufnahme (CT) eine Do­sis von einigen mSv empfangen.

Sehr gute Informationen zum Thema Radioaktivität mit aktuellen Messwerten von vie­len Messstellen innerhalb der BRD findet man auf den Seiten des Bundesamtes für Strahlenschutz. www.bfs.de Dazu gehört auch die Information über die Orts­dosisleistung der γ-Strahlung, die bundesweit an mehr als 1500 Standorten, da­runter auch Essen-Bergeborbeck, rund um die Uhr gemessen wird. odlinfo.bfs.de/

Eine umfassende Information zu den Vorgängen in Japan mit täglich aktualisierten La­geberichten und vielen Hinter-grundinformationen stellt die Gesellschaft für An­la­gen- und Reaktorsicherheit (GRS) mbH in ihrem Fukushima Informationsportal zur Verfügung. fukushima.grs.de/ Mitgesellschafter sind hier neben der Bun­des­republik und dem Land NRW auch die Technischen Überwachungs-Vereine (TÜV).

Hier ist nun eine Graphik, die den Verlauf der von uns gemessenen Aktivität seit dem 17. 3. 2011 wiedergibt. Die Messungen fanden immer donnerstags in den Vormittagstunden statt. Dabei wurde über einen Zeitraum von jeweils fünf Minuten im geschlossenen Raum (innen) und am geöffneten Fenster (außen) gemessen. Aus den Messwerten wurde eine mittlere Aktivität bestimmt, die in dem abgebildeten Diagramm dargestellt ist. Die Aktivität im Innenraum entsprach dabei stets den Erwartungen. (s. o.) Interessant, auch für die Physiklehrer, war die Tatsache, dass die am offenen Fenster gemessene Aktivität zeitweise deutlich höher lag.

Die Messungen werden noch weiter fortgeführt, und das Diagramm entsprechend aktualisiert.