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Projektkurs „Gesund und fit“

Seit dem Schuljahr 2017/2018 bietet das Don-Bosco-Gymnasium einen Projektkurs unter dem Titel „Gesund und fit“ in der Qualifizierungsphase der gymnasialen Oberstufe an. Die Referenzfächer für dieses Kursangebot sind Sport und Biologie. Dabei arbeiten die Organisatoren mit dem Bildungswerk des Essener Sportbundes zusammen, damit nach erfolgreichem Abschluss des Kursangebotes die Übungsleiter-C-Lizenz vergeben werden kann. 

Damit erweitert die Schule, die bereits seit dem Jahr 2011  in den Jgst. 8 bis zur Einführungsphase (EF) Sporthelfer ausbildet, ihr Ausbildungs- und Qualifizierungsangebot im Bereich Bewegung, Spiel und Sport mit einem wesentlichen Baustein.

Zielgruppe des Projektkurses sind Schülerinnen und Schüler, die ihr Wissen in den Bereichen Sportbiologie und Bewegungslehre - auch im Hinblick auf eine berufliche Perspektive -  vertiefen möchten und Sportangebote sowohl für Kinder- bzw. Jugendgruppen als auch Erwachsene und Ältere anleiten wollen.

Organisation:

Der Projektkurs ist ein Jahreskurs in der Q1 in zwei aufeinanderfolgenden Halbjahren im Umfang von zwei Wochenstunden (à 60 Minuten).

Im ersten Halbjahr kommt es zur Verzahnung der Fächer Biologie und Sport; im zweiten Halbjahr führt das Referenzfach Sport vollständig den zweistündigen Unterricht durch.

Das Arbeiten im Projektkurs wird, soweit es fachlich erforderlich ist, in Teilen auch in Blockphasen (Erste-Hilfe-Seminar, Sportschule Duisburg Wedau, Exkursionen, Hospitationen) und in begrenztem Umfang auch mit Hilfe von Kommunikationsplattformen erfolgen.

Inhalte:

Im ersten Halbjahr legt das Fach Biologie wesentliche Grundlagen in den Bereichen Bewegungs-, Trainingslehre und Sportbiologie. Die konditionellen Eigenschaften Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit und Beweglichkeit werden hier genauso thematisiert wie die koordinativen Fähigkeiten (Gleichgewichtsfähigkeit, Rhythmusfähigkeit, etc.). Zudem geht es darum, sich mit den Prinzipien einer gesunden Lebensführung durch Bewegung, Spiel und Sport und ausgewogener Ernährung auseinanderzusetzen.

Die theoretischen Inhalte werden dann in Unterrichtsstunden praktisch erprobt, gefestigt und handlungsorientiert erfahrbar gemacht. Frühzeitig nehmen die Schülerinnen und Schüler die Rolle des Übungsleiters ein und leiten Sequenzen einer Stunde oder auch ganze Stunden im Team selbstständig an.

Ein gemeinsamer Erste-Hilfe-Kurs rundet das erste Halbjahr ab. 

Im zweiten Halbjahr geht es dann um die Fähigkeit, die erworbenen theoretischen Anteile in der Praxis vertieft anwenden zu können. Lehrkräfte aus dem Fachreich Sport vermitteln Grundkenntnisse über den Verlauf von idealtypischen Gruppenbildungsprozessen und über Maßnahmen, diesen Prozess positiv zu unterstützen.  

Die Schüler intensivieren ihre didaktischen und methodischen Kenntnisse bei der Planung sportlicher  Angebote, auch unter Berücksichtigung sicherheitsrelevanter Aspekte.

Zum Nachweis der sicheren Anwendung des Erlernten in Planung, Durchführung und Reflexion in der Praxis entwickeln die Schüler ein Bewegungs-Projekt, das sie  selbstständig durchführen und in einem Projektbericht schriftlich  auswerten. Diese Abschlussarbeit ist u.a. die Grundlage für die erfolgreiche Teilnahme an dem Projektkurs und kann als Grundlage der Vertiefung für die „Besondere Lernleistung“ im Rahmen der Abiturprüfung dienen.

Im zweiten Halbjahr können die Schülerinnen und Schüler zudem das Rettungsschwimmabzeichen und Deutsche Sportabzeichen erwerben.

Leistungsbeurteilung im ersten Halbjahr:

Im ersten Halbjahr des Projektkurses werden Leistungen im Bereich der „sonstigen Mitarbeit" sowohl in Biologie als auch in Sport beurteilt. Auf der Schullaufbahnbescheinigung wird nur die Belegung ausgewiesen, keine Note.

Entsprechen die Leistungen im ersten Halbjahr des Projektkurses nur mit Einschränkung den Anforderungen, so wird die Schülerin oder der Schüler hierüber beraten. Die Beratung wird dokumentiert.

Leistungsbeurteilung im zweiten Halbjahr:

Im zweiten Halbjahr wird neben der Leistung im Bereich der „sonstigen Mitarbeit" auch die Leistung der Projektdokumentation beurteilt. Die Leistungen der „sonstigen Mitarbeit" aus beiden Halbjahren werden zu einer Note zusammengefasst.  Aus dieser und der Note für die Projektdokumentation wird eine Gesamtnote gebildet, die in doppelter Wertung in die Gesamtqualifikation eingehen kann. Auch ein Defizit wird somit doppelt gewertet.

Die Note im Bereich der „sonstigen Mitarbeit" beinhaltet Unterrichtsbeiträge, Organisations- und Planungsleistungen, kleinere schriftliche Überprüfungen zu einem Themengebiet, Einsatzbereitschaft bei sportlichen Übungen, Portfolio-Arbeit u.ä. und berücksichtigt die kontinuierliche Beobachtung und Rückmeldung des Arbeitsprozesses über die zwei Kurshalbjahre. Alle Teilleistungen müssen innerhalb des Projektkurses erbracht werden.

Die Note der Projektdokumentation umfasst den ergebnisbezogenen Teil der Bewertung. In der Regel steht am Ende des Projektkurses eine Präsentation des Praktikums, ergänzt durch eine schriftliche Erläuterung (Projektbericht).

Ziele:

Ein Teilnehmer des Kurses

Zertifikationen:

Erweiterung des Projektkurses zur Besonderen Lernleistung;

Um den Projektkurs als besonderes Lernleistung anzuerkennen, muss eine herausragende Leistung erzielt werden. Über die Anerkennung entscheidet die Schulleitung zu Beginn des zweiten Jahres der Qualifikationsphase nach Beratung mit dem Fachlehrer oder der Fachlehrerin.

Die Gesamtnote wird - ohne Gewichtung der Teilleistungen - aus den Ergebnissen der Projektdokumentation (30-seitige Ausarbeitung) sowie des Kolloquiums im Rahmen der Abiturprüfung gebildet.