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Der Priester Don Bosco errichtete im 19.Jahrhundert in Turin ein Jugenddorf, wo er sich um hilfsbedürftige Mädchen und Jungen kümmerte.
1921 haben sich die Salesianer Don Boscos zwischen Zinkhütte, Zeche und Gasanstalt niedergelassen. Sie kauften eine alte Kneipe an der Borbecker Straße und richteten sich dort ein. Nach sieben Jahren, also 1928, zogen sie wenige hundert Meter weiter an die heutige Theodor-Hartz-Straße und die Salesianer gründeten ein Aufbaugymnasium als private Ergänzungsschule. 1966 erhielt das Aufbaugymnasium dann die staatliche Anerkennung.
Heute leben nur noch wenige Ordensbrüder in dem efeuumrankten Haus, das gleich hinter dem Schulaltbau liegt. Außerdem gehören noch ein "Padder" zum Kollegium.
Für diese Seite unserer Homepage hat ein Religionskurs der Jgst.9 unter Leitung von Herrn Bourdoux die Geschichte unserer Schule und der Salesianer in Borbeck zusammengefasst. Viel Spaß beim Lesen!

15.8.1921: Die Salesianer Don Boscos eröffnen im ehemaligen Evangelischen Vereinsheim Germaniastraße/Ecke Borbecker Straße (heute Theodor-Hartz-Straße) ein Lehrlingsheim. Die Patres widmen sich in den folgenden Jahren vor allem der offenen Jugendarbeit im sogenannten Knabenheim und im Don--Bosco-Zirkel.
1923: Das Lehrlingsheim verliert wegen mangelnder Nachfrage an Bedeutung, eine Spätberufenen-Schule für den Nordwesten Deutschlands wird eingerichtet.
1923: Gründung des "Don-Bosco-Zirkels" der offenen Jugendarbeit und des DJK Sportvereins 23 D.B.Z. Die DJK-Vereine wurden1935 in Preußen verboten.

Im Neubau des Stiftes werden l20 Priester-Spätberufene bis zur
Obersekunda-Reife (Klasse 11) unterrichtet. Das 1928 gegründete Aufbau-Gymnasium ist der Vorläufer des heutigen Don-Bosco-Gymnasiums.
1941: Das Haus wird durch die Gestapo beschlagnahmt und mit Militär besetzt. Die offene Jugendarbeit wird verboten. Direktor Pater Theodor Hartz wird verhaftet und kommt im Konzentrationslager Dachau um.

Theodor Hartz in Dachau
1949/50: Nach Beseitigung der Kriegsschäden und umfangreichen Ausbauarbeiten beherbergt das Stift etwa 80 Berglehrlinge.
1947: Als neuer Leiter beginnt Pater Josef Förster wieder mit der offenen Jugendarbeit der Salesianer Don Boscos im Knabenheim.
1951: Das neue Lehrlingsheim wird bezugsfertig. Die Schule der Priester-Spätberufenen nimmt ihren Unterricht wieder im Hauptgebäude auf.
1964: Das Angebot an die Jugendlichen im Knabenheim wird unter dem Leiter Peter Andreas Afting erweitert. Auch abends ist es für die Jugend geöffnet.
1966: Das Aufbaugymnasium erhält auf Initiative des Direktors Pater Aloys Bause die staatliche Anerkennung.
1967: Pater Afting gründet den Sportverein DJK Eintracht Borbeck mit den Abteilungen Tischtennis und Fußball; später kommen die Abteilungen für Damengymnastik und Judo hinzu.
1970: Das Don-Bosco-Gyrnnasium nimmt erstmals Sextaner auf (Klasse 5) und ist damit neben dem Gymnasium Borbeck und dem Mädchengymnasium das dritte Vollgymnasium in Borbeck.
1974: Die Salesianer laden die Jugend in das neue Haus "Don-Bosco-Club" in der Wolfsbankstraße ein. Mit dem Neubau ist das Raum- und Veranstaltungsangebot wesentlich erweitert.
1979: Der Neubau wird fertiggestellt. Er hat 17 Klassenräume.
1981: Die Dritte-Welt-Aktion "Werkzeug für Haiti" wird gegründet.
1994: Beginn des großen Umbaus. Er dauert bis ins Jahr 1996 und erstreckt sich hauptsächlich auf den Altbau. Neben der Sanierung der gesamten Bausubstanz und dem Umbau des alten Internats in Oberstufenräume steht die völlige Neugestaltung aller naturwissenschaftlichen Abteilungen im Vordergrund. zwei Computerräume mit 35 Arbeitsplätzen werden eingerichtet (2001 folgt ein dritter). Gesamtkosten: ca. 7 Millionen DM.
1999: In den Klassen 5 und 11 werden zum ersten Mal auch Mädchen am DBG unterrichtet.
2006: Die "Ursula und Klaus Metzelder - Stiftung" zugunsten des DBG wird gegründet.
2007: Schüler, Lehrer, Eltern und Freunde des DBG erlaufen beim 4. Ruhrgebiets-Marathon 60.000 Euro für die "Ursula und Klaus Metzelder - Stiftung" - und damit für die Schule.
2007: Das DBG plant und organisiert federführend die "Salesianischen Sportspiele" 2007 in Duisburg.
Das Internat wurde um 1927 zunächst als Jugendzentrum gegründet, später aber zu einer Heimstätte für Jungen und Mädchen zwischen 14 und 18 Jahren umfunktioniert.
In dieser Lebensgemeinschaft stand die Religion an erster Stelle; alles geschah im Sinne christlicher Erziehung und Betreuung.
Inhalt dieser Erziehung und Betreuung war u.a. die Vorbereitung auf das spätere Berufsleben, das Einüben verschiedener Musik- und Theaterstücke, für deren Qualität die Heimstätte bekannt war, und das kameradschaftliche Zusammenleben, welches ein "Muß" in der Gemeinschaft ist.
All die Angebote des Heims konnten von denjenigen genutzt werden, die die Stätte gegen einen Betrag von 60.-DM monatlich bewohnten.
Über alle Aktivitäten und über die Organisation wachte stets der Direktor, der auch als väterlicher Erzieher bekannt war und immer ein offenes Ohr für die Jugendlichen hatte.
In den Kriegszeiten wurde die Heimstätte von der SS geschlossen (1941) und schließlich 1943 bei einem Bombenangriff so zerstört, so daß kein weiterer Betrieb mehr möglich war.
Erst im Jahre 1945 wurde wieder ein provisorisches Heim errichtet . Dieses Heim erkannte der Staat nach einiger Zeit an und unterstützte es finanziell. Dadurch war es möglich das Internat bis in die frühen 90er-Jahre zu erhalten.

. . . früher - im Internat
Am Ende der langen Geschichte des Internates wich es den Schulräumen des Don-Bosco-Gymnasiums, und man kann rückblickend sagen, daß es den Jugendlichen vergangener Tage das Schulleben sehr angenehm gemacht hat.
Schon seit dem Don-Bosco Fest (31. Januar) im Jahre 1974 ist der Don-Bosco-Club der Salesianer in Borbeck geöffnet. Die damaligen Angebote und Möglichkeiten standen Kindern und Jugendlichen (6-15 Jahre) von Montags bis Freitags von 13.00 - 18.00 Uhr offen. Für Jugendliche und junge Erwachsene (ab 14 Jahren) war der Don-Bosco-Club auch von montags bis freitags von 18.30 - 22.00 Uhr geöffnet. Die Palette der Angebote reichte von Billard, Kicker, Tischtennis sowie Außenaktivitäten über Bastel-, Werkzeug- und Instrumentenkurse bis zum gemeinsamen Diskussionsabend und Hausaufgabenbetreuung. Zusätzlich fand jedes Jahr das Don-Bosco Fest statt und Sommer- sowie Wochenendfahrten.

Der Don-Bosco-Club wurde neben dem angestellten Personal, hauptsächlich von ehrenamtlichen Mitarbeitern geführt. Die einzige Voraussetzung war die Bereitschaft zur aktiven Unterstützung der Zielsetzung des Don-Bosco-Clubs.
"Die Boje" - Jugendberufshilfe des katholischen Jugendamtes
Katholisches Jugendamt? Was hat dies denn mit den Salesianern zu tun? Dazu seien erst einmal die Aufgaben und Tätigkeiten der "Boje" erläutert.
"Die Boje" ist eine Einrichtung für junge Menschen, denen der Weg zur Sinnfindung und dem Gefühl des Angenommenseins versperrt ist und der nun geöffnet werden soll. "Die Boje" will nicht untätig zulassen, daß Jugendliche ohne Chance auf berufliche Integration an den Rand der Gesellschaft gedrängt sind. Das Kernstück bildet die Beratungsstelle für arbeitslose Jugendliche und diejenigen, die von Arbeitslosigkeit bedroht sind. Bezogen auf die Probleme der betroffenen Jugendlichen und jungen Erwachsenen ergänzen sich eine fachliche Beratung und eine Motivierung, Sinn- und Hoffnungsgebung.
Um die obige Frage zu erklären gibt es zum einen den Gründer der "Boje", Pater Otto, welcher ein Salesianer ist, und die "Boje" im Oktober 1985 gründete, wobei er 2 Jahre vorher schon erste positive Erfahrungen mit dem Projekt "Arbeiten und Lernen" sammelte, dessen Prämisse die Qualifizierung vor der Beschäftigung ist. Hinzu kommt, daß "Die Boje" auf dem Gelände der Salesianer Don Boscos beheimatet ist - und daß Don Bosco, dem sich Pater Otto natürlich verplichtet weiß, für den zukunftsweisenden Einsatz für die Jugend im vorigen Jahrhundert steht, dürfte allgemein bekannt sein.
geschschlote.jpg 15012,0 KSpricht man über die Geschichte der Salesianer in Borbeck, so spricht man auch über die Geschichte der Pfarrei St. Johannes Bosco. Sie wurde am 31. März 1939 gegründet, jedoch leisteten die Salesianer im heutigen Pfarrbezirk schon ab 1921 seelsorgische Arbeit. Es bildete sich schon früh eine Gemeinde, deren Mittelpunkt das Haus der Salesianer an der damaligen Borbecker Straße war. Die Verbundenheit zwischen Salesianer und Pfarrgemeinde drückt sich nicht nur dadurch aus, daß die Pfarrgemeinde immer von einem Salesianer geleitet wird, sondern auch in der vielfältigen Verbundenheit mit den salesianischen Einrichtungen und Tätigkeiten in Essen-Borbeck und darüber hinaus. So entstand und besteht eine lebendige, aktive und auch fröhliche Gemeinde mit rund 2600 Mitgliedern, die Don-Boscos Werk nach Kräften in Meßdiener und Jugendgruppen usw. unterstützen. Ein sehr gutes Beispiel für die Unterstützung ist die Tatsache, daß es in den 70ern rund 150 ehrenamtliche Helfer im heutigen Don-Bosco-Club gab. Insgesamt kann man sagen, daß eine enge Verbundenheit zwischen der Pfarrei, den Salesianern und der Gemeinde besteht und auch hoffentlich weiterhin bestehen wird.
